Workshop
The Energy Body
An Introduction to the chakras and subtle energies in your Body
at Sa, 18.2. and So, 19.2. 2017
with Robert Henderson
This workshop is an opportunity to experience, understand and play with energy, chakras, meridians and colours.
This two-day workshop with Robert Hendeson allows the students to feel in their body, where they store various types of subtle energy and what each of those energies feel like in their body, or in other words, to experience the physical effects these energies have in their body.
Through a series of energy games and exercises, the student will have the chance to experience what spiritual energy, sexual energy, emotional energy and mental energy feel like and to see what effect each one has on their body.
The exercises we will do include:
Tesla Plates: A gentle way to connect you to your inner-self and your inner energies
Gurtbänder - An exercise to help you connect to the energy of colour and to see what effects different colours have on your Body
Future Alignment - An exercise with specifically couloured Gurtbänder to see if you can connect with the energy of your future, thus aligning yourself to your destiny.
We will also do an exercise in Chakra Reading to give your the opportunity to experience the different energies of your seven chakras, from being able to see lights and colours in your Imagination to Feeling deeply connected to the earth.
.All exercises are fun and easy to do and the results you get about yourself will absolutely astonish you.
Robert Henderson and poweryoga vienna are looking Forward to see you! 
Workshop: The Energy Body - an introduction to the chakras and subtle enegies in your Body
with Robert Henderson
Date: Sa, 18. 2. 2017 (12.30 - 18.30 with 1 hr lunchbreak) + So, 19. 2. 2017 (11.00 - 16.00 with short lunchbreak)
costs: € 159.- early bird-registration until december 12th, after that € 189.- (registration is only possible for both days!)
place: Studio poweryoga vienna, 1020 Wien, Franz Hochedlingergasse 4
Registration until 6th of February 2017: barbara@poweryoga-vienna.at
ATTENTION: we work in small groups-so max. amount of people is 12!
Zu Robert Henderson:
Robert Henderson ist Autor sowie Thai Massage Lehrer und Therapeut. Sein Spezialgebiet ist die Energiearbeit, bei der es um das Befreien von emotionalern Schmerz aus dem Körper und das Wiederausrichten von Körper und Seele auf ihr wahres Ziel geht. Robert arbeitet in Wien und gibt Workshops in ganz Europa. der Workshop ist auf englisch.
„The understanding that our emotional and mental state, or the state of our subtle energy body, has profound effect on our physical body also shapes the workshops I give, which are now exclusively devoted to the effects of subtle energy on the body. Where and for how long this path takes me, I do not know, but what I do know is that for the time being, it is a most fascinating journey to be part of.“
Mehr zu Robert Henderson Chakra- und Energiearbeit:
Wir danken herzlichst dem Yoga Aktuell Dez 2015/Jän 2016 als Grundlage für diese Beiträge.
Chakras und Energien in der Yogapraxis - Einführung
Welche Energien wirken in den verschiedenen Chakras und wie wirken sie sich in der Asanapraxis aus? Dieser Frage geht der Thai-Massage-Lehrer und –Therapeut Robert Henderson nach, dessen Spezialgebiet die Energiearbeit ist, bei der es um das Befreien von emotionalem Schmerz aus dem Körper und das Wiederausrichten von Körper und Seele auf ihr wahres Ziel geht. Robert Henderson arbeitet seit vielen Jahren mit der Yoga-Community zusammen und hilft Übenden, durch Blockaden und Widerstände zu gehen um eine Verbindung zwischen feinstofflicher Energie und dem physischen Körper zu erfahren und damit ihre Praxis zu vertiefen.
Doch was versteht Henderson nun unter feinstofflicher Energie?
Vom Augenblick unserer Geburt an bis zu dem Moment unseres Todes absorbiert und nutzt unser Körper Energie. Es gibt die Energie, die wir aus Nahrung, aus der Luft, aus dem Wasser oder dem Sonnenschein beziehen, doch es gibt auch eine andere Energie – die feinstoffliche Energie. Diese außerordentlich nährende Energie beziehen wir aus der Liebe, der Unterstützung und der Ermutigung, die wir von Familie, Freunden und/oder einem guten Lehrer bekommen. Es ist eine Energie, die uns emotional, mental und spirituell nährt. Wenn wir genug davon erhalten, werden unsere Bedürfnisse gestillt; erhalten wir zu wenig davon fühlen wir uns ungeliebt, unser Körper fühlt sich kalt an und zieht sich in einem Akt der Selbstverteidigung gegen das Ungeliebtsein zusammen. Dadurch werden unsere körperlichen Bedingungen bzw. unsere physische Entwicklung beeinträchtigt.
Die Rolle der Chakras
Wir absorbieren subtile oder feinstoffliche Energie durch unsere Energiezentren im Körper, die wir Charkas nennen. Die aufgenommene Energie wird durch Energiekanäle (auch Nadis oder Meridiane genannt) im Körper verteilt. Je nach Quantität und Qualität dieser Energie kann sie einen wärmenden und öffnenden, einen kühlenden und zusammenziehenden oder einen erhitzenden und anspannenden Effekt auf unsere Muskulatur und unser Bindegewebe haben. Hier die einzelnen Effekte genauer erklärt:
- Wärmender und öffnender Effekt: durch die Energie von Liebe, Unterstützung, Ermutigung und Anerkennung
- Kühlender und zusammenziehender Effekt: durch die Energie von Angst, Einsamkeit, die wir aufnehmen, wenn wir in einem lieblosen Umfeld leben
- Erhitzender und Anspannung verursachender Effekt: durch die Energie von Wut, Frustration, die entstehen, wenn man in einem sehr kontrollierenden Umfeld lebt, oder die aus dem Zorn darüber herrühren, dass man von wichtigen Menschen im Leben nicht genügend Liebe oder Rückhalt erfährt.
D.h., abhängig von der Art der Umgebung, in der wir leben, und von den Menschen darin, nehmen wir durch jeweils spezifische Chakras bestimmte subtile Energie auf.
Was ist ein Chakra?
Mit Chakra (Sanskrit, m., चक्र, cakra, [ʧʌkɽʌ], wörtlich: ‚Rad‘, ‚Diskus‘, ‚Kreis‘), werden im tantrischen Hinduismus, im tantrisch-buddhisitschen Vajrayana und im Yoga die subtilen Energiezentren zwischen physischen Körper und dem feinstofflichen Körper des Menschen bezeichnet. Diese sind durch Energiekanäle verbunden. Sieben Chakras, die Hauptenergiezentren des Menschen, sind entlang der Wirbelsäule bzw. in der senkrechten Mittelachse des Körpers lokalisiert. Sie sind durch den mittleren Energiekanal, der Sushumna-Nadi, verbunden, durch den die Kundalini-Kraft aufsteigt.
Die sieben Chakras
- Das Wurzelchakra oder Muladhara
- Das Sakral – oder Sexualchakra oder Svadhisthana
- Das Solarplexuschakra oder Manipura
- Das Herzchakra oder Anahata
- Das Hals- oder Kehlenchakra oder Vishuddha
- Das Stirnchakra oder Ajnya
- Das Kronen- oder Scheitelchakra oder Sahgasrara
Der Zustand der Chakras soll auf die zugehörigen Organe genauso wie auf Emotionen, Psyche und Charakter wirken. Störungen und Blockaden können sich daher sowohl auf der physischen wie auch auf psychischer Ebene zeigen. Sind alle sieben Chakras einschließlich des Kronenchakras vollständig geöffnet und kann die Lebensenergie (Prana) ohne Blockade und Störungen fließen, hat das Individuum nach hinduistischer sowie nach buddhistischer Lehre Erleuchtung erlangt.
Yoga hilft dabei, Chakras zu harmonisieren und Blockaden aufzulösen. Das postulierte Ziel von Yoga ist ja die Heilung von Körper, Seele und Geist, um so zu einer Ganzheit zurückzufinden. Also unterstützt Yoga dabei, die Lebensenergie durch die einzelnen Chakras und damit durch unseren Körper fließen zu lassen, um zur Erleuchtung zu gelangen.
Die einzelne Bedeutung der Chakras
Die unteren vier Chakras
das Wurzelchakra oder Muladhara
Das Wurzelchakra ist an der Basis unseres Körpers, am Perineum, zu finden. Dem Wurzelchakra oder Muladhare wird das Element „Erde“ zugerechnet (ev. noch mehr bei Wiki)
Durch dieses Chakra absorbieren wir die Energie unseres Zuhauses und der Menschen unserer häuslichen Umgebung bzw. unserer Familie.
Die Beschaffenheit der Energie, die wir mittels Muladhara aufnehmen, beeinflusst den physischen Zustand des gesamten Beckenraums, inklusive der Hüften, des Wirbels L5 – S1 und des oberen Teil der rückseitigen Oberschenkelmuskulatur.
Wenn unser Zuhause uns mit genügend Liebe und Unterstützung versorgt, sind die Muskeln, die Sehnen und das Bindegewebe in der Beckengegend warm und offen. Ist unser Umfeld in dem Bereich jedoch kühl oder einsam, sind Muskeln, Sehnen und Gewebe kalt und kontrahiert. Das fühlt man am deutlichsten an geschlossenen Hüften und verkrampften Oberschenkelmuskeln, die man in der Yogapraxis bemerkt.
Das Sakral- oder Sexualchakra oder Svadhishthana
Dieses Chakra ist direkt unter dem Nabel und nimmt jene Energie auf, wenn wir spielen und mit unseren Freunden Spaß haben. Es absorbiert auch die Energie, die wir aus künstlerischen Darbietungen beziehen, sei es Tanz, Theater, Musik oder bildende Kunst. Und darüber hinaus ist es das Chakra, das die Energie unseres Partners aufnimmt, wenn wir Sex haben.
Diesem Chakra wird das Element Wasser zugewiesen und die folgenden physischen Bereiche im Körper: der untere Rücken, der Unterbauch und die Nieren.
Ist dieser Bereich offen und warm, dann haben wir Freude am Leben und genug Spaß. Wenn das Leben jedoch nicht ausreichend spielerisch und nicht mit Freude gefüllt ist, führt das bedingt durch den Energiemangel in diesem Chakra zu einer Schwächung dieser Teile und/oder Verspannungen aufgrund von Wut darüber, dass man nicht genügend Spaß und Spiel im Leben erfährt.
Aber dieses Chakra kann noch mehr: Es ist nicht nur unser Spaßzentrum, sondern es hält auch die Energie unserer Ängste. Diese Energie lässt sich den Körper kalt und eng anfühlen – und das nicht nur im Bereich des zweiten Chakras, sondern auch entlang der gesamten Nieren- und Blasenmeridiane. Kälte und Anspannung in der Hinterseite der Beine, insbesondere in der Wadenmuskulatur, stehen in Beziehung zu dem Ausmaß von der Angst, die wir in unserem Leben erfahren haben.
Das Solarplexuschakra oder Manipura
Dieses dritte Chakra, dem auch das Element Feuer zugeordnet wird, ist das Zentrum, durch das wir die Energie unseres Lern- und Arbeitsumfeldes aufnahmen. Der Solarplexus ist die Körpergegend, von der aus sich arbeitsbedingt Stress zum Magen, zur Leber, zur Milz und zu den Gallenblasenmeridianen ausbreitet und eine Verkrampfung im Oberbauch, in den Schultern, im Nacken, im Unterkiefer und im Kopf verursacht.
Das Herzchakra oder Anahata
In diesem Chakra (Element Wind) speichern wir all unsere Erfahrung mit Liebe. Wenn es sich um glückliche Erfahrungen handelt, sind das Herz, die Lunge, der Brstkorb, der obere Rücken und die Arme warm, stark und offen.
Wenn wir in diesem Bereich jedoch verletzt werden, dann fühlen sich diese Körperbereiche kühl an und ziehen sich im Zuge einer Schutzreaktion zusammen.
Anahata speichert auch die emotionale Energie von Einsamkeit, Traurigkeit und Trauer durch Verlust. Dies alles sind kalte Energien und bringen die Zwischenrippenmuskeln dazu sich zusammenzuziehen. Dadurch wird das Atmen in die oberen Lungen schwierig.
Die oberen drei Chakras
Die drei oberen Chakras sind
Vishuddha (das Hals- oder Kehlenchakra) - Element Luft
- Ajna (das Stirnchakra) - Element Äther und
- Sahasrara (das Scheitelchakra)
Diese drei Chakras werden weniger von unserer Umwelt beeinflusst. Es sind Energiezentren, die so genannten „höheren“, spirituellen Energien beinhalten, deren Zweck darin besteht, den Geist und den Körper zu transzendieren.
Zwar kann die Entwicklung von Vishuddha durch Menschen, die die Wahrheit vor uns verbergen, behindert werden und Ajna durch eine stark konservative religiöse Erziehung oder durch eine Guru, der uns in die Irre führen möchte, blockiert werden.
Aber an sich haben ihre Energien während der Yogapraxis kaum Auswirkungen auf den physischen Körper. Bleiben sie deshalb für die Yogapraxis irrelevant? Mitnichten.
Der Zusammenhang zwischen den Chakras und körperlichen Widerständen während der Yogapraxis
Viele glauben, dass der Grund dafür, dass sich der Körper bei der Asanapraxis nicht so leicht öffnet, damit zusammen hängt, dass er / sie sich nicht genug anstrengt, oder die Übung falsch ausführt. Das kann natürlich sein, aber genauso gut kann es auch sein, dass die Übung alte Verletzungen öffnet und befreit, die in deinen Chakras gespeichert sind und en Körper dazu veranlassen, steif zu werden, Widerstand entgegenzusetzen oder sich schwer anzufühlen.
Aus dem Grund zahlt es sich ev. aus, die Schwierigkeit oder den Widerstand, den du bei deiner Praxis erlebst, auch auf die Verbindung zwischen der Körperstelle und dem zu diesen Bereich zugehörigen Chakra zu untersuchen.
Hier noch mal die Zusammenfassung der einzelnen Bereiche und Chakras:
- Beine und Beckenraum: Familiengeschichte: Wurzelchakra
- Nabel und links und rechts vom Nabel: Mutterleib und sexuelle Vergangenheit: Sakral- oder Sexualchakra
- Solarplexus, Oberbauch, mittlere Bereich des Rückens: Arbeit und schulisches Umfeld, sowie Wut und die persönliche Beziehung zum Thema Kontrolle und Kontrolliertwerden: Solarplexuschakra
- Brustkorb, Lungen, oberer Rücken, Oberarme: Vergangenheit in Liebesdingen: Herzchakra
- Nacken, Hals, Unterkiefer: die persönliche Fähigkeit, die Wahrheit zum Ausdruck zu bringen: Hals- oder Kehlenchakra
- Trapezius, Kopf, Schläfen: das persönliche Glaubenssystem: Stirnchakra
- Das Scheitelchakra oder Sahasrara liegt außerhalb unserer Köpers – aber dazu später
Der Energiefluss der Chakras und Yogapraktiken
Wenn du weißt, wo genau dein Widerstand liegt und mit welchem Chakra er zu tun hat, kannst du anfangen, die Zeichen zu lesen, die dein Körper dir gibt. Der Zustand deines Körpers kann eine emotionale Geschichte widerspiegeln. Und du kannst verstehen, welche Ursache dahinter steckt und warum sich ein bestimmter Körperteil, trotz korrekter Asana-Ausführung, nicht öffnet.
Wenn du das entsprechende Kapitel deiner Lebensgeschichte erforscht, es begreifst, es akzeptierst und dann loslässt, befreist du auch den Teil des Körpers, der in dem Asana den Schmerz oder Widerstand empfindet.
In dieser Hinsicht sind körperliche Widerstände in der Asanapraxis die Art des Körpers Aufmerksamkeit auf einen Aspekt deines Lebens zu lenken, der Verständnis und Loslassen erfordert.
Im Yoga die Chakras öffnen
Hier wird die Frage behandelt, bei welchen Chakras Yoga helfen kann, Blockaden und Schwächen zu lösen, und bei welchen Chakras eher eine andere Technik bzw. Herangehensweise mehr Wirkung zeigt.
Svadhishthana
Da Yoga grundlegende mit Bewegung verknüpft ist, liegt die Quelle der Bewegung im zweiten Chakra, Svadhishthana. Alle Praxis nimmt dort ihren Ursprung. Dieses Chakra regiert - wie wir schon wissen - die Sinne, die künstlerische Kreativität, die Freiheit von Regeln, Spontaneität, Lachen, Verspieltheit und Sexualität und eben auch die Bewegung. Es ist ein Chakra, das am glücklichsten ist, wenn seine Energie mit andern geteilt wird. Aus dem Grund sollte ein Yoga, das das Sakral – oder Sexualchakra öffnet, auch in einer Klasse und nicht alleine praktiziert werden.
Um dieses Chakra zu öffnen, erfordert es einen Unterricht, der fließend, sinnlich, künstlerisch, spielerisch und zwanglos ist. Dadurch wird der untere Rücken, die Nieren sowie der Unterbauch gestärkt, womit sie eine starke Grundlage für die weiterführende Praxis bereitstellen.
Manipura
Die zweitwichtigste Energie im Yoga ist die Energie des Lernens. Asanas, Atmung und Sequenzen korrekt zu erlernen und im Gedächtnis zu behalten, verlangt Energie, und diese kommt aus dem dritten Chakra, Manipura oder Solarplexuschakra.
Durch Tradition, Disziplin, einem strukturierten Lernansatz und einer klaren Zielsetzung öffnet der Yogaunterricht dieses Chakra mit Wärme und stärkt den Solarplexus, die Rückenmitte und die Schultern.
Die anderen Chakras
Svadhishtahna und Manipura bilden die Basis, von der aus du in deiner Praxis durch die andern Chakras reisen kannst. Diese Reisen sind immer eine freie Wahl. Hier ein paar Beispiele:
- Bei Interesse für Yogaphilosophie und an den Sutras z.B. wird das Öffnen von Vishuddha (Halschakra) und Ajna (Stirnchakra) unterstützt.
- Bei Interesse an herzöffnenden Sequenzen im Unterricht, öffnet sich Anahata (Herzchakra)
- Wenn du auf die Signale deiner Beckengegend hörst, dann öffnest du dich für die Auflösung deiner Familienthemen, die im Muladhara, dem Wurzelchakra, sitzen.
Die Besonderheit der oberen Chakras
Je höher die Chakras liegen, desto weniger Einfluss hat Yoga darauf. Denn die Energien von Vishuddha, Ajna und Sahasrara sind spirituelle Energien, die den Körper und die durch ihn symbolisierte Dualität transzendieren. Aber auch hier können Yogaübungen Schwächen oder Blockaden aufzeigen - in diesem Fall dienen sie dann zwar nicht zur Öffnung und dem Loslassen, aber zur Erkenntnis für weiterführende Praktiken.
Vishuddha - das fünfte Chakra
Ein Schulterstand wird Vishuddha (das Halschakra) nicht öffnen, die Wahrheit zu sagen und ihr zu lauschen hingegen durchaus.
ABER ein Schulterstand kann bewirken, eine bestehende Schwäche im fünften Chakra ans Licht zu bringen. Denn wenn sich in dieser Haltung eine Schwäche im Nacken zeigt, deutet das oft mehr auf Schwierigkeiten mit der Wahrheit hin, als auf eine nicht korrekte Ausführung.
Ajna - das sechste Chakra
Du musst nicht im Lotussitz sitzen, um Ajna zu öffnen. Da ist es oft hilfreicher im Bett oder auf der Couch zu liegen und spirituelle Bücher zu lesen, um das Stirnchakra zu öffnen und hier Schwächen zu eliminieren. In diesem Fall zeigt es mehr Wirkung und ist einfacher.
Sahasrara - das siebente Chakra
Dieses Chakra ist anders. Wenn du Sahasrara erreichtst, dann wirst du feststellen, dass es keine Kenntnis des physischen Körpers enthält. Denn das Chakra selbst befindet sich eigentlich außerhalb des Körpers und damit kannst du im Yoga nicht den Körper einsetzen, um dieses Chakra zu öffnen, weil es ihn nicht kennt.
In Sahasrara einzutreten, ergibt sich aus einem Entwirren und Loslassen von Dingen, die unsere mentalen Prozesse bilden, inklusive des Körpers.
Die fünf spezifischen Energien, um den Körper zu heilen - für Lehrer und Schüler
Robert Henderson hat in seiner fünfzehnjährigen Erfahrung darin, Menschen durch energetisch basierte Körperarbeit zu helfen, diese fünf als die am stärksten heraus gefiltert:
- Unterstützung
- Bestätigung
- Ermutigung
- Belohnung
- Liebe
Diese Energien sind im Rahmen einer Praxis in einer Yogaklasse einfach zu finden, von dem Lehrer und oft auch von den Schülern ausgehend.
Was nun machen die Energien von Unterstützung, Bestätigung, Ermutigung und Belohnung?
Unterstützung und Bestätigung wärmen und öffnen Svadhishthana und Anahata. Da diese Energien jedoch durch den Nierenmeridian im Körper verteilt werden, stärken sie auch die Areale des Körpers, durch die dieser Meridian verläuft, wie die Rückseiter der Beine und Knie, Psoas und Lunge. Am besten werden diese Energien durch Berührungen vermittelt. Dadurch kann sie z.B. der Lehrer spürbar werden lassen und ist einer der wirkungsvollsten Wege einem Schüler beim Öffnen des Körpers zu helfen.
Ermutigung und Belohnung wärmen und öffnen Manipura und die mit diesem Chakra verbundenen Meridiane wie Milz-, Magen-, Leber- und Gallenblasenmeridiane. Diese Energien erzeugen Selbstvertrauen und ein Selbstwertgefühl im Körper. Das sind zwei Energie, die absolut für die Herzöffnung notwendig sind. Sofort in herzöffnende Asanas einzutauchen, ohne zuvor Manipura zu öffnen, erschwert es dem Herzen, sich zu öffnen. Es braucht Zuversicht, ermunternde und lobende Worte, um sich zu öffnen - auch durch den Lehrer.
Die Liebe
Es ist leicht anzunehmen, dass Liebe die Antwort ist und alles im Körper öffnen kann. In den meisten Fällen trifft das auch zu, aber wenn jemand in der Liebe schlimm verletzte wurde, wird er ihr nicht trauen, wenn sie ihm in der Klasse angeboten wird. Er wird sich ihr widersetzen, denn sein Körper ist nicht offen dafür, Liebe zu empfangen. Dadurch werden sich Yogaübungen, die das Herzchakra öffnen und anregen, als schwierig erweisen. Aus dem Grund ist es oft besser, den Yogaunterricht zuerst vergnüglich, dann unterstützend, dann bestätigend zu gestalten, um alle an ihrer jeweiligen Blockade abzuholen.
Spirituelle Energie im Unterricht für die oberen Chakras
Diese Energie ist essenziell in der Klasse, da sie zwei wichtigen Funktionen dient:
- Sie erzeugt Raum in Geist und Körper, wodurch sie dem ernsthaft Übenden ermöglicht, viel tiefer in die Praxis einzutreten
- Bei Anfängern, die mitunter den Stress ihres ganzen Lebens im Körper tragen, sorgt sie für Beruhigung.
Diese Energie ist z.B. durch das einige Minuten dauernde Vorlesen von Patanjalis Yogaustra möglich, wenn sich die Schüler in Shavasana einrichten. Sie müssen es nicht unbedingt verstehen; die Energie liegt in den Worten selber.
Was auch immer helfen mag, was es auch immer ist - es ist eine sehr interessante Art und Weise, sich mit Blockaden und Schwächen im Körper zu beschäftigen, v.a. wenn man woanders keine Antworten findet. Denn „Der Geist ist voller Fragen, der Körper voll von Antworten. Alles, was du tun musst, ist zuhören.“ Robert Henderson