In dieser Serie stellen wir euch unsere poweryoga Lehrer ein bisschen näher vor und lüften das eine oder andere Geheimnis 😉 Wie sind sie zu Yoga gekommen, wie geht es ihnen mit ihrer Disziplin und was ist für sie der Unterschied zwischen persönlicher Yogapraxis und Yoga-Unterricht?
Diesmal fühlen wir Caro Call, eine unserer lieben und engagierten aushilfslehrerinnen, auf den zahn. Viel Spaß dabei! 
wie war deine erste yogastunde? was hast du dir gedacht, wie hast du dich gefühlt?
Meine erste Yoga-Stunde bekam ich als 16-jähriges Mädchen im Rahmen unserer Turnstunden in der Schule. Damals war Yoga etwas völlig Neues und Unbekanntes für mich, hat mich aber sofort begeistert und einen tiefen Eindruck hinterlassen. Ich fühlte mich sehr gut, habe jedoch erst einige Zeit später verstanden, was Yoga für mich bedeutet – eine individuelle Reise für Körper, Geist und Seele.
was hat dich bewogen weiterzumachen?
Nach dieser ersten Yoga-Erfahrung hat es drei Jahre gedauert, bis ich so richtig in den Bann gezogen wurde. Ich kam damals durch Zufall zu einer Lehrerin, die mich sehr inspiriert und geprägt hat. Diese Erfahrungen lösten pure Faszination in mir aus – bis heute. Durch meine Lehrerin fand ich zu meinem heutigen Schwerpunkt im Yoga: individuelles Körperbewusstsein.
du machst ja nun ja schon gute 7 jahre regelmäßig yoga - was hat sich verändert in der zeit? hat yoga auch einen einfluss auf deinen alltag? wenn ja, inwiefern?
Verändert hat sich zu Beginn hauptsächlich mein Körper: meine Balance wurde besser und ich wurde kräftiger. Nach und nach konnte ich Veränderungen auf verschiedensten Ebenen wahrnehmen. Ich gehe achtsamer mit mir selbst (meinem Körper und meinem Geist) und meinen Mitmenschen um, meine Essensgewohnheiten haben sich verändert und ich lerne stetig weiter.
als tipp für unsere yogis: wie stellst du es an, wirklich so regelmäßig zu üben? viele würden ja gern öfter yogen, kämpfen aber mit dem zeitmanagement …
Am liebsten würde ich jeden Morgen mit einer ausgedehnten Yoga Einheit starten. Das lässt mein Alltag jedoch leider auch nicht immer zu. Daher empfehle ich kleine Übungen in den Alltag einzubauen - beispielsweise am Bürostuhl den Beckenboden zu aktivieren, indem die Hüfte vor und zurück gerollt wird oder die Bauchmuskeln zu trainieren, indem die Beine angehoben werden. Als weiteren Tipp rate ich, sich drei Übungen für eine Woche zu überlegen, die jeden Tag für einige Atemzüge zu halten. Sobald der Suchtfaktor einsetzt, ergibt sich das wie von selbst 
mittlerweile bist du ja auch schon selber yogalehrerin und hältst regelmäßig stunden - wo laufen da die eigene praxis und das selber unterrichten für dich zusammen? gibt es schnittpunkte oder siehst das als zwei komplett getrennte bereiche?
Für mich gibt es reichlich Schnittpunkte. Jede/R ist Schüler/In und Lehrer/In zugleich und inspiriert somit sein/ihr Umfeld. Ich lerne mit jeder Stunde, die ich halte dazu und lasse diese Erfahrungen teils bewusst, teils unbewusst in meine persönliche Praxis und in den Unterricht einfließen.
was ist deine kernbotschaft an deine schülerInnen? mit was sollen sie jedenfalls am ende der stunde hinausgehen?
Ich möchte in meinen Stunden insbesondere individuelles Körperbewusstsein vermitteln und einen freien Raum schaffen, in dem jeder das tun kann, was sich in diesem Moment gut anfühlt. Jeder Körper ist einzigartig. Die Yoga-Stunde soll Entspannung und Balance für Körper, Geist und Seele bringen.
und abschließend: wenn du yoga für dich beschreiben würdest – was wären die 6 worte die für dich zutreffend wären?
Frei sein, Glückseligkeit, Spaß, Entspannung, im hier und jetzt sein, verbunden sein
Vielen Dank, liebe Caro! 
