In unserer Serie „meet the poweryogis“ stellt sich diesmal Birgit brandstetter, unsere neue poweryogalehrerin im team, unseren fragen. Viel Spaß dabei! :)

birgitcutppwie war deine erste yogastunde? was hast du dir gedacht, wie hast du dich gefühlt?

In meiner ersten Yogastunde hab ich nur Spanisch verstanden. Tatsächlich war diese auf Spanisch und zwar in Mexiko. Ich wusste, dass ich ein bisschen zur Ruhe kommen, aber vor allem auch an Flexibilität und Stärke gewinnen wollte - ganz klassisch eigentlich für die erste Yogaeinheit in “jungen” Jahren :)

Meine Gedanken waren: hmm … wenig Action aber irgendwie tut’s gut.

was hat dich bewogen weiterzumachen?

Das Gefühl “irgendwie tut’s gut”. Trotz der körperlichen Anstrengung und dem Ehrgeiz beweglicher zu werden (ich komme vom Sport), habe ich bemerkt, dass ich tatsächlich ein bisschen mehr zur Ruhe und vor allem zu mir finde. Das fand ich interessant und hatte Lust auf mehr.

du machst ja nun ja schon gute 11 jahre regelmäßig yoga - was hat sich verändert in der zeit? hat yoga auch einen einfluss auf deinen alltag? wenn ja, inwiefern?

Mittlerweile ist Yoga mein Leben bzw. führe ich mein Leben nach den yogischen Prinzipien. Dazu gehört vorweggesagt: „everything in moderation” - also darf man auch manchmal etwas unvernünftig sein.

Die größte Veränderung, die ich durch Yoga erfahren durfte, ist meine eigene Wahrnehmung - das Bewusstsein meiner Gefühle und meines Körpers. Die eigenen Grenzen auszutesten, sich zu fordern, aber gleichzeitig auch stopp zu sagen. Dies bezieht sich nicht nur auf den physischen Aspekt, sondern vielmehr auch auf die mentale Ebene.

Ja, im Grunde ist es das Bewusstsein, dass sich durch Yoga ausgeprägt hat. Bewusst das Leben, Menschen und sich selbst wahrnehmen.

als tipp für unsere yogis: wie stellst du es an, wirklich so regelmäßig zu üben? viele würden ja gern öfter yogen, kämpfen aber mit dem zeitmanagement …

Spaß, Intention und Geduld.

Wer schon mal Yoga probiert und sich dabei wohl gefühlt hat, will mehr! Das ist einfach so. Die typische Ausrede, nicht regelmäßig auf die Matte zu kommen, ist Zeit und tatsächlich kann ich das auch nachvollziehen. Nichtsdestotrotz lohnt es sich zumindest 1 x v.a. zu Beginn zu praktizieren. Ein Trick ist natürlich ein verpflichtender Kurs oder z.B. eine Zeitkarte um sich selbst ein bisschen zwingen zu müssen. Das bringt Routine und ein leichtes Gefühl von Abhängigkeit, die man nicht mehr missen möchte :) Die Frequenz der Einheiten steigert sich dann ganz automatisch mit der Zeit.

Um auf meine ersten Worte einzugehen: Yoga solle Spaß und Freude bereiten. Setze Dir eine Intention “ich möchte mir 1 x / Woche was Gutes tun”. Weise Geduld auf und sei Dir dessen bewusst, dass es einfach nicht immer genauso klappt, wie man es sich vorstellt. Bleib dran und sei nicht zu streng mit Dir!

mittlerweile bist du ja auch schon selber yogalehrerin und hältst regelmäßig stunden - wo laufen da die eigene praxis und das selber unterrichten für dich zusammen? gibt es schnittpunkte oder siehst das als zwei komplett getrennte Bereiche?

Practice what you preach - ich teile, was ich gelernt habe / noch immer lerne und was mir selbst auch gut tut. Nur das kann ich mit 100 % Überzeugung weitergeben. Auch wenn das eine “Freizeit” und das andere “Arbeit” ist, ist dies doch Eins für mich. Ich sehe Yogaeinheiten als Energieaustausch und ein Miteinander bei dem wir uns gemeinsam und gegenseitig kennenlernen.

Meine eigene Praxis richtet sich sehr stark nach dem Mond und den Jahreszeiten und dies gebe ich auch an die Yogis im Studio weiter. Neben meiner Eigenpraxis besuche ich auch ganz viele Klassen meiner Kollegen, um auch andere Ansichten und Körper kennenzulernen. Immerhin sind wir alle Individuen mit unterschiedlichen Bedürfnissen.

was ist deine kernbotschaft an deine schülerInnen? mit was sollen sie jedenfalls am ende der stunde hinausgehen?

“Wie geht’s mir und was fühle ich?” - mit diesen Fragen! Die Yogapraxis dient Dir selbst. Du machst das ganz für Dich allein und für niemanden anderes. Nimm Dir Zeit nach der Einheit Inne zu halten und eine kurze Konversation mit Dir selbst zu fühlen. Da beginnt Yoga.

und abschließend: wenn du yoga für dich beschreiben würdest – was wären die sechs worte die für dich zutreffend wären?

Energie, Ruhe, Selbstliebe, Dankbarkeit, Miteinander

öldskj

vielen dank, liebe Birgit :)