In dieser Serie stellen wir euch unsere poweryoga Lehrer ein bisschen näher vor und lüften das eine oder andere Geheimnis 😉 Wie sind sie zu Yoga gekommen, wie geht es ihnen mit ihrer Disziplin und was ist für sie der Unterschied zwischen persönlicher Yogapraxis und Yoga-Unterricht?
Diesmal wird Astrid Wiesmayr, unserer langjährigen Mitstreiterin bei poweryoga vienna, auf den zahn gefühlt. Viel Spaß dabei! 
wie war deine erste yogastunde? was hast du dir gedacht, wie hast du dich gefühlt?
Meine erste Yogastunde hab ich in der Wiener Städtischen Versicherung bekommen. Es war eine Vinyasa-Stunde - sehr stark angelehnt an Asthanga-Yoga. Die Stunde war sehr fordernd. Meine damalige Lehrerin hat keine Rücksicht auf Neulinge genommen und die Stunde mit sehr wenigen verbalen Inputs durchgezogen. Es gab keine Hands-Ons. Danach hab ich mich gut und befreit gefühlt, und ein Gefühl der Ruhe hat sich in mir eingestellt. Ich wusste sofort, dass ich weitermachen werde.
was hat dich bewogen weiterzumachen?
Das ich gefordert wurde und das gute, befreite Gefühl danach.
du machst ja nun ja schon gute 16 jahre regelmäßig yoga - was hat sich verändert in der zeit? hat yoga auch einen einfluss auf deinen alltag? wenn ja, inwiefern?
Es hat sich sehr verändert, das Yoga. Es wird heute anatomisch ausgefeilter unterrichtet, viele unterschiedliche Einflüsse schwemmt es in die Yogawelt, wie Akrobatik, Meridiankunde, Seile von der Decke etc. Und auch viele Aspekte von Therapieformen und Hirnforschung finden im Yoga ihren Platz.
Und ja, Yoga hat auf meinen Alltag einen Einfluss. Dadurch, dass ich mich viel besser und direkter wahrnehme und spüre hat sich meine Praxis, meine Ernährung, mein Handeln geändert - und vor allem der Umgang mit mir selbst.
als tipp für unsere yogis: wie stellst du es an, wirklich so regelmäßig zu üben? viele würden ja gern öfter yogen, kämpfen aber mit dem zeitmanagement …
Meine Selbstpraxis ist zeitlich beschränkt. Dafür übe ich umso gezielter, bzw. übe die Entspannung und das Regenerieren. Mir reichen oft auch nur 20-30 Minuten. Und das empfehle ich auch meinen Yogaschüler als Zeitmanagement - einfach beginnen, vielleicht nur mit ein paar Sonnengrüße und einigen Übungen, die dir am Anfang besonders viel Freude bereiten. Der Rest kommt dann mit der Zeit.
mittlerweile bist du ja auch schon selber yogalehrerin und hältst regelmäßig stunden- wo laufen da die eigene praxis und das selber unterrichten für die zusammen? gibt es schnittpunkte oder siehst das als zwei komplett getrennte Bereiche?
Ich unterrichte viele Stunden (in Unternehmen) und zeige viel vor. Dadurch, dass ich mich da viel bewege ist meine Eigenpraxis nicht mehr so ausgeprägt. Wie du liest, gibt es da nicht zwei komplett getrennte Bereiche sonder es gibt da ein gemeinsames Feld. Alles was ich lerne, wie ich mich in meiner Praxis entwickle und was ich entdecke, gebe ich an meine Schüler weiter. Oder auch, was ich an Fragen und Anforderungen von meinen SchülerInnen bekomme, das entwickelt mich auch…
was ist deine kernbotschaft an deine schülerInnen? mit was sollen sie jedenfalls am ende der stunde hinausgehen?
Do it! Es kostet am Anfang Überwindung, überlege nicht lange, tu´s! Du solltest dich nach der Stunde gut in dir, in deiner Mitte fühlen. Wenn deinen Sorgen nicht mehr so schwer an deinen Schultern hängen, that´s it.
und abschließend: wenn du yoga für dich beschreiben würdest - was wären die 6 worte die für dich zutreffend wären?
geerdet, in deiner Mitte, frei, dem Leben gewachsen, happy
Vielen Dank, liebe Astrid! 
